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Eine Tour zum Google-Campus heißt nicht, dass man dort auch Büros mit Mitarbeitern zu sehen bekoIMAG3692mmt. „Sorry, das ist zu geheim“, sagt ein zur Führung der Besucher abkommandierter Beschäftigter grinsend, aber es ist ernst gemeint. Zu besichtigen gibt es für die Gruppe auf einem ablegenen Teil des Campus in Mountain View nur eine Cafeteria (der Lunch wird abgetrennt von den Google-Mitarbeitern in einem separaten Raum aufgebaut), ein Wellness-Center, einen von Google gebauten Bürgersteig, für dessen Genehmigung die Stadt angeblich zwei Jahre gebraucht hat, und einen Merchandising-Shop. Google hat die vielen Perks für die Mitarbeiter, die im Silicon Valley Standard sind, ja praktisch erfunden: Gratis-Essen in schicken Cafés, Yoga-Kurse, Fitness-Studios, offene BürolaIMAG3684ndschaften mit bunten Sitzwürfeln und Plüschecken. Doch mittlerweile hat man gemerkt, dass zum produktiven Arbeiten nicht nur Bespaßung, sondern auch ein ruhiger Schreibtisch gehören. „Früher haben wir uns zuerst auf die Cafés, die Fitnesscenter und die Räume zum gemeinschaftlichen Arbeiten konzentiert“, sagt eine Google-Designerin. Konzentriert arbeiten konnten die Mitarbeiter so aber nicht, dazu mussten sie sich einen Konferenzraum suchen. In Zukunft läuft es andersherum: Die Designer entwerfen Raumkonzepte mit festgelegten Werten für Akustik, Licht- und Luftqualität, die sich an der Natur orientieren sollen, und im Fokus steht – der gute alte Schreibtisch.

Bei Facebook in Menlo IMAG3680Park ist man offener als bei Google: In dem neuen, von Star-Architekt Frank Gehry designten Gebäude kann die Gruppe einen Blick auf die neue Bürolandschaft werfen, in der irgendwann 2800 Menschen arbeiten sollen. Momentan sind dort allerdings noch nicht besonders viele Mitarbeiter zu sehen. Alle Schreibtische sind auf der selben Etage wie die Kantine, Trennwände gibt es keine. Ob man hier konzentriert arbeiten kann, scheint fraglich. Die Beschäftigten, die am Rande der mit silbernen Luftballons geschmückten Bürolandschaft sitzen, schauen den Kollegen, die sich nebenan fürs Essen anstellen, praktisch auf die Teller. „Es ist alles gut isoliert“, beteuert der Gebäude-Designer und verweist auf IMAG3677die dick gepolsterte Decke. Dann lotst er die Gruppe auf den gigantischen Dachgarten. Zwischen den mehr als 400 Bäumen fände man sicherlich einen ruhigen Fleck, doch  niemand ist zu sehen. „Seit gestern ist es dort oben ziemlich windig“, erklärt eine  Mitarbeiterin.

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