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Arianna Huffington, Chefin der Online-Zeitung Huffington Post, sitzt auf dem Boden der Bühne im Moscone Centre North, San Francisco. Es ist der letzte Tag der größten Software-Konferenz der Welt, genannt Dreamforce. Der Veranstalter: Der Cloud-Lösungen-Anbieter Salesforce, größter Tech-Arbeitgeber der Stadt. Marc Benioff, der CEO, hat die Unternehmerin als Rednern geladen. Huffington trägt ein rotes Spitzenkleid und atmet tief ein und aus. Eine Minute Meditation am Ende eines atemlosen, viertägigen Events mit knapp 150 000 Besuchern. Wer dachte, Huffington würde über die Zukunft des Journalismus sprechen, hat weit gefehlt. Stattdessen erzählt sie von ihrem Burnout. Davon, dass Stress nicht erfolgreicher macht, wie gefährlich Multi-Tasking und wie überaus wichtig Schlaf ist.  „Schlaft von heute an alle eine halbe Stunde länger“, plädiert sie ans Publikum. Dann diskutiert Huffington mit dem deutschstämmigen Esoterik-Lehrer  Eckhart Tolle über die Kraft des Moments und – ja, wirklich – die Gefahren des Internets. „Digital Detox“ lautet ihr Credo: Technik raus aus dem Schlafzimmer, kein Selfie beim Treffen mit den Freunden, kein Instragram vom Essen, kein Video vom Konzert. Tolle sekundiert bereitwillig. Gefährlich sei Facebook zwar nicht, meint er, aber es verleite durchaus dazu, das Fremdbild schönzufärben. „Meine Tochter“, sagt Huffington fast ein wenig stolz, „verwendet grundsätzlich keine Social Media.“ Tosender Applaus im Publikum. Ist das wirklich eine Software-Konferenz?

Mehr zu meinem Besuch auf der Dreamforce bei t3n.

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