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Elfeinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt bin ich gelandet auf dem Mount Davidson, mit 938 Fuß (285 Metern) der höchste der 42 Hügel San Franciscos. In einem der Häuschen am Fuße des Hügels werden wir in den kommenden Monaten leben.

Wer die John Sinclair-Hörspiele kennt, die öfter mal auf dem Brocken im Harz spielen, kann sich ungefähr vorstellen, wie es hier oben ist. Dicke, weiße Nebelschwaden, die wie Der Todesnebel vom Meer über die Hügel ziehen und bei denen man unwillkürlich an einen Brand denken muss. Aber der Nebel ist herrlich feucht und frisch. Tödlich könnte er nur werden, wenn man nicht rechtzeitig dem Bus 36 ausweicht, der alle 20 Minuten die Straße hinauf rast bis zur letzten Haltestelle und direkt wieder herunter (in der Gegend steigt nur selten wer ein oder aus). Die Teufelsfahrer erlassen einem gnädigerweise das Ticket, wenn man keine zwei, sondern nur eine Zehn- Dollar-Note bei sich hat. Ihr Fahrstil verbietet es aber, sich auch nur wenige Sekunden nicht irgendwo festzuklammen.

Im Park auf der Hügelspitze ist es fast wie im Regenwald: Berankte Bäume, ein Eukalyptuswald, wuchernde Gräser, Wildblumen – und mitunter Koyoten. Das gigantische Kreuz inmitten von Nebelschwaden könnte die Grabstätte von Dr.Tod sein. Aber nein, es ist ein Gedenkmal an den Genozid an der armenischen Bevölkerung im ersten Weltkrieg. Die Stadt hat den Park an den armenisch-amerikanischen Verband Nordkaliforniens verkauft. Trotzdem – Jason Dark hätte hier oben einen Quell der Inspiration gehabt.

http://www.mountdavidsoncross.org/

 

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